Bad Waldliesborn – 22 Stunden Reisezeit liegen hinter ihnen – ungläubig staunend blicken die Viertklässler der Niels-Stensen-Schule auf die Gäste aus Ghana. Afrika ist den meisten Schülern fremd, und eine so lang andauernde Reise scheint ihnen gar unvorstellbar. Vor allem treibt die Wissbegierde die Mädchen und Jungen um. Sie löchern die Besucher aus dem nordghanaischen Ort Yapei mit Fragen, wollen unter anderem wissen, wie heiß es dort werden kann oder was man dort isst. Schließlich strebt die Niels-Stensen-Grundschule eine Schulpartnerschaft mit einer Primary School in Ghana an. Dafür möchte Kathrin Kardinahl von der Bad Waldliesborner Grundschule die Weichen stellen. Man könnte dann zum Beispiel die zu St. Martin gesammelten Geldern den Schülern der ghanaischen Partnerschule spenden. Zunächst einmal heißt es aber grundlegende Infos geben. Robert Voss vom Partnerschaftskomitee der Gemeinde St. Margareta Wadersloh zeigt den Viertklässlern der Niels-Stensen-Grundschule auf einer Landkarte, wo exakt Ghana liegt und wie sich das Schulleben in dem afrikanischen Land gestaltet. Schulhefte hätten die Schüler in Ghana beispielsweise nicht. Stattdessen kämen Tafeln und Kreide zum Einsatz. „Die Schulen sind nicht so ausgestattet wie hier“, verrät Voss den staunenden Kindern. Wasser aus dem Fluss würden sie zum Trinken mitbringen, denn an der Schule gebe es kein fließendes Wasser und auch keine Toilette. „Das ist alles eine viel einfachere Ebene, als wir sie uns vorstellen können“, führt Voss aus. Die Delegation aus Ghana, die sich noch eine gute Woche in Deutschland aufhält, hat sich zudem die Schule zeigen lassen. Besuche der einzelnen Orte der Gemeinde St. Margareta Wadersloh stehen überdies ebenso wie Ausflüge nach Köln und Münster auf dem Programm.

 

Quelle: Zeitung „Der Patriot“, 07.09.2019

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