Im Januar fand für die Klassen 4a und 4b der zweite Besuch des Stadtarchivs statt. Dieses Mal ging es um das Schreiben wie in alten Zeiten.

Frau Becker zeigte uns Papyrus, wie der, auf dem die Ägypter früher schrieben. Auch Pergament durften wir uns noch einmal anschauen. Den meisten Kindern kam es merkwürdig vor, echte Tierhaut in der Hand zu halten, wie die, auf der man früher in den Klöstern geschrieben hat.

Viele von uns gehen heute mit ihrem Schreibmaterial schließlich recht leichtfertig um. Wenn wir uns verschreiben, verwenden wir einfach ein neues Blatt aus unserem Block oder Heft. Es ist beeindruckend, wie kunstvoll die Mönche damals in den Klöstern eigentlich mehr gezeichnet als geschrieben haben. Auch, dass durch eine Rasur bereits Fälschungen von Originaldokumenten erstellt wurden, erfuhren wir.

Der Schreibblock des Mittelalters war eine Wachstafel, in die auch einfache Leute, wenn sie überhaupt schreiben und lesen konnten, mal ein paar Worte einritzen konnten.

Vielen von uns hat es gut gefallen, dass wir dann selbst mit echten Gänsefedern und einem Tintenfässchen das Schreiben wie früher ausprobieren durften. Einige blaue Klekse landeten dabei auf dem Papier und den Fingern!

Zum Schluss durften wie die Weiterentwicklung der Gänsefeder, den Federhalter, der schon eine Metallfeder besaß, testen. Wer wollte, durfte in alter Schrift schreiben, die geheimnisvolle Namen wie „Karolingische Minuskel“, „Kurrent“, „Unziale“ oder „Sütterlin“ hatte.

Allen hat das Ausprobieren großen Spaß gemacht, aber eigentlich waren auch sicher alle froh, am nächsten Tag in der Schule wieder den gewohnten Füller und das Schulheft benutzen zu dürfen.

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